Ziele für 2019

Ziele für 2019
Weitblick-Selfie in Torbole am Gardasee nach meiner allerersten Transalp mit dem Mountain Bike

Kaum ist es März, komme ich auch schon auf die Idee, einmal über meine Ziele für 2019 zu bloggen. Normalerweise macht man das ja zum Jahreswechsel und nennt es Gute Vorsätze. Das dumme an guten Vorsätzen ist, dass sie häufig Mitte Januar schon wieder verflogen sind.

Da finde ich es Anfang März 2019 dann nicht mal so schlecht, dass ich sie noch immer im Sinn habe. Ich habe mir für 2019 einiges vorgenommen, privat, geschäftlich und sportlich. Über manches werde ich schreiben, über anders nicht.

Ich war mit der Definition meiner sportlichen Ziele sogar ziemlich zeitig dran, finde ich – wobei, eigentlich mache ich das sogar ziemlich selten und schon gar nicht jährlich oder regelmäßig. Aber irgendwie wusste ich schon Ende September 2018, was ich im Jahr 2019 sportlich so machen möchte.

It’s always good to have goals.

Und kaum habe ich mich dafür entschieden, habe ich sie auch das erste Mal ausgesprochen. Je mehr die Ziele kennen, desto höher die Motivation sie zu realisieren, so mein Gedanke. Und deshalb auch – genau – dieser Blogpost.

Transalp

Klettern ist nicht alles. Ok, der Satz ist Blödsinn. Trotzdem denke ich, wäre es clever, mal wieder in einen Sommer zu starten, in dem sich nicht alles ausschließlich ums Klettern dreht? Und so rein sportlich betrachtet, bereitet mir das Cruisen mit dem Bergrad’l durch die Landschaft überaus viel Frohsinn. So wurde die Idee geboren und das Ziel war auch schnell formuliert.

Mit dem Mountain Bike über die Alpen: zweimal

Hä, warum zweimal? Ich müsste nachsehen, aber ich glaube es war im Jahr 2015, ich bin zusammen mit Freunden mit dem MTB über die Alpen geradelt. Einmal mit dem MTB über die Alpen habe ich also schon gemacht. Deshalb zweimal. Aber ich möchte es dabei auch nicht übertreiben. So mein Plan, einmal relativ zu Beginn der Saison eine sehr gemütliche Tour und eine doch schon bisschen anstrengendere Tour gegen Mitte/Ende der Saison.

Dabei lege ich bei beiden Touren keinen Wert auf eine besonders komplizierte Wegführung mit vielen Trage-Passagen, kann schon mal vorkommen, aber das Kriterium fahrbar hat bei der Streckenwahl höhere Priorität. So ganz genau habe ich mich aber noch nicht festgelegt.

Ideen zur Tour Nr. 1

Aktuell habe ich für die erste Transalp 2019 an eine kleine Tour, beginnend in Lindau, entlang der Graubünden-Route nach Locarno am Lago Maggiore in der Schweiz gedacht. Oder aber auch eine easy Tour, beginnend in Bregenz, über die Silvretta-Hochalpenstraße durchs Vinschgau nach Bozen. Aktuell mit starker Tendenz in Richtung Möglichkeit 2.

Ideen zur Tour Nr. 2

Hier habe ich als eine Möglichkeit von Mittenwald durchs Ötztal übers Timmelsjoch an den Gardasee gedacht. Plan B wäre für die zweite Tour im Moment vom Tegernsee durchs Zillertal über die Seiser Alm an den Kalterer See oder auch Plan C von Matrei über die Dolomiten an den Gardasee. Aktuell tendiere ich zur Dolomiten-Tour. Bei der Gelegenheit könnte ich dann auch gleich mal ein bisschen Locationscouting für ein anderes Projekt betreiben.

Hä, warum fährst du jetzt zwei Touren? Könntest ja auch eine richtig krasse Tour fahren!

Das stimmt, das könnte ich. Das Problem ist aber, so habe ich das bei meiner ersten Transalp festgestellt, dass man während dem Radeln durch die Berge regelrecht spürt, wie sich der Körper verändert, das Körperfett schwindet und man drahtiger wird. Klingt gut? Ist perfekt! Und wahrscheinlich gar nicht mal so schlecht für ein weiteres Ziel im Klettern, wie nachfolgend beschrieben.

Allerdings habe ich da so ein Kuchenproblem im Allgemeinen und ein Käsekuchenproblem im Besonderen. Ich kann da echt schwer widerstehen. Und jetzt, so mein Kalkül, fällt mir das Beherrschen deutlich leichter, wenn noch sportliche Aufgaben – eine zweite Transalp und ein Sportkletterprojekt – warten. Klettern allein reicht übrigens nicht als Grund, habe ich schon ausprobiert. Haha.

Klettern

Ohne Klettern geht’s nicht. Ich habe in den letzten drei Jahren ziemlich viele starke Kletterer und Kletterinnen in ihren Projekten, oder auch einfach mal nur so, fotografieren dürfen. Und da möchte ich mir gar keine Illusionen machen, in diesen Schwierigkeitsgarden werde ich niemals klettern.

Anzeige Kletterfotografie in der aktuellen Ausgabe des Schwertner Kletterführer für das Frankenjura aus dem Panico Verlag
Nicht alles ganz so ernst nehmen – meine Anzeige für die aktuelle Ausgabe des Schwertner Kletterführer für das Frankenjura.

Und trotzdem: Es ist für mich jedesmal extrem motivierend, zu sehen, wenn der Athlet oder Athletin im Projekt einen Zug weiter kommt, wie er/sie sich mit der Tour auseinander setzt, sich Notizen und Skizzen zur Zugabfolge macht und diese im Kopf immer und immer wieder durch geht, variiert und optimiert. Fern ab der Felswand trainiert – nur mit dem Fokus, die nötige Kraft, Beweglichkeit oder mentale Stärke für den Schlüsselzug aufzubauen.

Motivation. Inspiration. Pur.

Vielleicht klettere ich nie in diesen Schwierigkeitsgraden aber vielleicht mit der gleichen Motivation? Ich fasste den Entschluss: 2019 probiere ich das auch mal. Ich suche mir eine Route, die Anfangs überhaupt nicht geht – vielleicht sogar nicht mal mit dem Hauch einer Chance – und so über das Jahr arbeitete ich dran, bis es dann irgendwann – bis zum Ende 2019 – vielleicht doch klappt?

Ok, ganz so war’s nicht. Ich hatte eher im Kopf: 2019 klettere ich irgendwas mit 8 im Frankenjura. Völlig egal, ob 8-, 8 oder 8+. Ich will danach auch überhaupt nicht sagen können, dass ich den 8. Grad beherrsche. Bei der Route an sich bin ich noch nicht sicher, sie muss lediglich im Schwertner und/oder Frankenjura.com mit irgendwas mit 8 bewertet sein. Mir ist auch ziemlich bewusst, dass ich bei dem Vorhaben mal locker einen Grad auslasse – aber vielleicht gibt sich das ja auch auf dem Weg dahin. Hier bin ich echt mal gespannt was passiert.

Und vielleicht hast ja du noch einen Routenvorschlag in dem Grad im Frankenjura für mich?

Englisch

Ich würde nicht sagen, dass ich dem Englischen nicht mächtig bin, ich würde aber auch nicht sagen, dass ich dem Englisch mächtig bin, wie ich es gerne wäre.

Ich habe keine Probleme, bei Netzrecherchen durch englische Seiten zu blättern, ich hab wenig Probleme mit englischer Korrespondenz oder einen kurzen Text zu formulieren. Und trotzdem, ich glaube, da ist noch gut Luft nach oben, vor allem im Alltag. Nach einem Nice to meet you oder einem How are you? wird’s schon mal etwas holprig, und das abzustellen, wäre der Plan.

Also einfach machen.

Das Verrückte ist, es funktioniert. Je mehr Englisch man konsumiert, desto besser wird’s. YouTube Channels von Nativ Speakern – ich guck‘ zur Zeit ganz gerne die VLogs des britischen Landschaftsfotografen Thomas Heaton – manche Sitcoms oder hin und wieder einen Spielfilm. Je mehr desto mehr verstehe ich. Juhu.

Beim Zustieg zum Sektor Masters in Chulilla in Spanien
Great company for climbing in Chulilla.

Die Idee dazu hatte ich ganz spontan Ende 2018, als ich eine Woche in Spanien unterwegs war. Wir waren eine ziemlich internationale Gruppe und die Sprache war Englisch. Verstanden habe anfangs inhaltlich viel, am Gespräch aktiv beteiligt habe mich eher selten, aktiv zugehört aber schon. Das ist für mich auch nicht ganz soo ungewöhnlich. Mach ich auch Zuhause häufig nicht anders. Bin ja schüchtern. Hehe.

Cool fand‘ ich, dass ich im Laufe der Woche deutlich merkte, wie sich mein Sprachverständnis änderte. Von ich verstehe worum’s gerade geht hin zu ich verstehe ziemlich gut – Wort für Wort. Find ich ziemlich wired und sollte unbedingt ausgebaut werden in 2019, so mein Gedanke.

Plötzlich fängt man an, Songs, die man schon so oft gehört hat, zu verstehen ohne extrem auf den Text achten zu müssen, übernimmt einfach Floskeln und bastelt munter drauf los – sprechen ohne lange vorher nachzudenken. Klar, manchmal geht dabei was schief (nicht nur in der Fremdsprache) und alle gucken komisch, aber so ist das halt. Learning by doing.

Mal sehen was passiert. Viel lesen, viel hören, viel schreiben und natürlich extremst viel sprechen. Und das geht natürlich am Besten abroad.

Und sonst so?

Portrait Christian Seitz auf Mallorca. Foto: Christoph Muster

Daneben steht natürlich noch ganz viel Fotografieren – beim Klettern, Biken, in den Bergen und pittoresken Landschaften und im Job auf dem Plan – und am Besten natürlich alles immer irgendwie kombiniert. Das fände ich famos.

Und du? Hast du auch Vorsätze und Ziele für 2019 und bist du noch dran?

  1. Hi Christian,

    total schön zu lesen, so locker flockig, auch wenn die Gedanken dahinter vielleicht nicht ganz so locker flockig sind. Zaubert gute Laune und macht ein entspanntes Gefühl! Wie schön, dass es dir so gut geht!
    Und ja, ich bleibe auch dran…und wie :))
    Lass es dir gut gehen!
    Liebe Grüße
    Christina

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